Neu bei der Freiwilligen Feuerwehr | Teil 4

Jenny ist nun seit über einem Jahr bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hann. Münden dabei. Heute steht eine Großübung an, in der sie sich beweisen muss. Die mittlerweile 21-jährige Mündenerin ist nun richtig angekommen im Team und meistert problemlos ihre Aufgaben. Ohne Scheu packt sie mit an und kann sich ein Leben ohne die Feuerwehr gar nicht mehr vorstellen. Aber schaut es Euch selbst an in der folgenden Reportage. Viel Spaß!

Seit mittlerweile eineinhalb Jahren ist Jenny nun schon bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hann. Münden dabei. Inzwischen hat sie nicht nur ihre Grundausbildung, sondern auch ihren Funkerlehrgang und den Atemschutzgeräteträgerlehrgang absolviert. Heute begleiten wir sie bei der Kreisfeuerwehrbereitschaftsübung im Wald.

„Es sieht so aus, als ob ein Baum auf ein Auto gefallen ist. Es befinden sich momentan noch zwei Personen im Wagen. Was genau passiert ist, können wir noch nicht sagen, da wir erst nach dem Unfall eingetroffen sind. Wir haben das Auto jetzt erst einmal unterbaut, damit es stabilisiert ist und nicht mehr wegrutschen kann“, erklärt die Feuerwehrkameradin die bisherige Herangehensweise.

Spezialgerät an Bord des Rüstwagens

Angerückt ist auch ein Rüstwagen. Das ist ein Feuerwehrfahrzeug, das bei der Technischen Hilfeleistung eingesetzt wird. Dazu ist der Rüstwagen mit allerhand Werkzeug ausgestattet, das speziell bei Unfällen genutzt wird, um die Opfer aus ihrer Notlage zu befreien. Ebenso können Einsatzstellen ausgeleuchtet und noch viele weitere Aufgaben mit dem Rüstwagen erfüllt werden. Weil ein Rüstwagen in der Regel nur mit drei Personen, also einem Trupp, besetzt ist, rückt er praktisch nie allein, sondern meist zusammen mit anderen Fahrzeugen im sogenannten Rüstzug oder zur Unterstützung eines Löschzuges aus.

Kreisfeuerwehrbereitschaftsübung: Patient erfolgreich gerettet

Bei der Kreisfeuerwehrbereitschaftsübung wurden unter anderem Schere und Spreizer vom Rüstwagen benötigt. Jenny erklärt, wofür: „An die Patienten im Auto kamen wir nicht anders heran. Die Tür ging nicht mehr zu öffnen. Also hat die Kameradin die Tür mit dem Spreizer aufgemacht, ich habe außerdem die Scharniere mit der Schere durchgeschnitten, sodass die Tür komplett entfernt werden konnte. Anschließend wurde noch das Dach abgenommen, damit auch der letzte Patient gerettet werden konnte.“

Am Ende der Übung konnten die Kameradinnen und Kameraden mehr als zufrieden sein: Die Patienten konnten sie aus dem Auto befreien und in Sicherheit bringen. Ein langer Tag, der um 4 Uhr morgens begann, geht für sie erfolgreich zu Ende.

Tolle Entwicklung bei der Feuerwehr gemacht

Frank Schröder von der Freiwilligen Feuerwehr Hann. Münden ist erfreut über Jennys tolle Entwicklung innerhalb der Feuerwehr: „Jenny ist bei uns angekommen! Sie hat letztes Jahr begonnen und war damals noch sehr schüchtern… was aber nicht ungewöhnlich ist, wenn man noch neu ist. Mittlerweile hat sie sich richtig gut eingefunden, hat ihre Grundausbildung, die Truppmannausbildung, absolviert und ist jetzt voll im Einsatzgeschehen involviert. Sie ist richtig taff geworden; fährt die Einsätze mit, fährt auf allen Fahrzeugen mit. Prima!“, lobt er.

Und auch Jenny, die anfangs so skeptisch war, wie Ihr Euch erinnert, kann sich ihren Alltag ohne die Feuerwehr schon gar nicht mehr vorstellen: „Die Feuerwehr ist eine lustige Truppe, quasi meine zweite Familie. Am Anfang war es natürlich noch schwierig, denn man muss sich erst einmal reinfinden und einleben, aber inzwischen klappt alles super und ich könnte mir kein anderes Hobby mehr vorstellen, wenn ich ehrlich bin.“

Mitmachen? Sehr zu empfehlen!

Die Mündenerin kann deshalb nur jedem empfehlen, der sich ehrenamtlich engagieren möchte, der Feuerwehr beizutreten. Man sollte sich natürlich dessen bewusst sein, dass man regelmäßig zu den Diensten erscheinen sollte und immer mit anpacken muss. „Wenn das alles stimmt, kann man bei der Feuerwehr jede Menge Spaß haben!“, sagt Jenny.

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