Moorbrand im Emsland

Bericht über die Einsätze freiwilliger Feuerwehrleute im Rahmen von Amtshilfe und Katastrophenschutz beim Moorbrand in Meppen.

Freiwillige Feuerwehrleute aus Niedersachsen löschen Moorbrand im Emsland. Hier könnt Ihr unsere facebook Berichterstattung ohne die Kommentare aus den sozialen Medien kompakt nachlesen.

Moorbrand-Info #2

Ergänzende Informationen zum Löscheinsatz beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91. Nachdem sich die Lage auf dem Gelände durch die gemeinsamen Löscharbeiten der Bundeswehr und der Feuerwehreinheiten des Landes Niedersachsen stabilisiert hat, hat der Landrat des Landkreises Emsland heute Morgen entschieden, dass der Katastrophenfall ab sofort zurückgenommen wird.

Trotzdem werden natürlich die Einsatzmaßnahmen unermüdlich und konzentriert fortgeführt.
In einer gestern mit Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises Emsland, der Feuerwehr und der Bundeswehr durchgeführten Strategiebesprechung wurde das weitere Vorgehen festgelegt.

Demnach wird der Einsatz fortan für weitere vier Wochen vorgeplant. Im Rahmen der Strategiebesprechung wurde auch entschieden, dass die auf dem Gelände der WTD 91originär für die Brandbekämpfung zuständige Bundeswehr auch in den nächsten vier Wochen mit Unterstützung von Brandbekämpfern des Landes Niedersachsen rechnen kann.
Geplant ist nach jetzigem Stand ab der kommenden Woche – aus den Kreisfeuerwehrbereitschaften heraus – die Unterstützung durch sechs Fachzüge „Wassertransport“.

Foto: Bundeswehr

🚨Moorbrand-Info #1 🚨

26.09.2018

Aufgrund zahlreicher Anfragen und zur Klärung der Situation wollen wir euch einige Informationen zur aktuellen Lage im Landkreis Emsland und insbesondere auf dem Gelände der WTD 91 geben.

Wie weitgehend bekannt ist es am 3. September 2018 nach einem Erprobungsvorhaben auf dem Gelände der WTD 91 in Meppen zu einem Brand gekommen. Von dem Brand sind Moor- und Vegetationsflächen innerhalb des Erprobungsgeländes betroffen. Die Zuständigkeit für dieses Gelände, auch im Hinblick auf die Brandbekämpfung liegt bei der Bundeswehr (BW).

Aufgrund der Rauchentwicklung und der Möglichkeit einer Evakuierung der Orte Klein-Stavern und Groß-Stavern hat der Landkreis (LK) Emsland den Katastrophenfall ausgerufen. Damit liegt die zentrale Leitung für den Einsatz außerhalb des WTD-Geländes beim Landkreis Emsland.

Daraus ergeben sich zwei unterschiedliche Schwerpunkte dieser beiden Stellen bei der Bewältigung der Lage. Auf Seiten der Bundeswehr geht es vorrangig darum den Moorbrand zu löschen bzw. eine Ausbreitung zu verhindern. Der LK Emsland kümmert sich in erster Linie darum, den Übergriff des Brandes auf öffentliches Gebiet zu verhindern und auf eine evtl. erforderliche Evakuierung vorbereitet zu sein. Hier der Hinweis, dass KEINE EVAKUIERUNG GEPLANT IST. Man möchte nur auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Kreisfeuerwehrbereitschaften aus Niedersachsen angefordert

Aus den o.g. Gründen benötigen sowohl die Bundeswehr als auch der LK Emsland Unterstützung. Der LK Emsland bedient sich hierbei des Mittels der überörtlichen Hilfe nach dem Nds. Katastrophenschutzgesetz. Hierzu wurden Kreisfeuerwehrbereitschaften aus dem Land NDS angefordert, wie es seit vielen Jahren Usus in Katastrophenlagen ist.

Die BW ist nicht in der Lage überörtliche Hilfe nach dem NKatSG anzufordern, da sie kein Landkreis ist. Daher hat man seitens der Bundeswehr ein Amtshilfeersuchen nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz an das Land NDS gerichtet. Das Land, in Form des Kompetenzzentrums Großschadenslagen im Nds. Ministerium für Inneres und Sport (KomZ) hat diese Amtshilfeersuchen dahingehend beantwortet, als dass die von der BW angeforderten Fachzüge in NDS zusammengestellt wurden und zum WTD 91 entsendet wurden. Solche Fachzüge sind bisher in dieser Form in NDS nicht konzeptioniert oder konzipiert gewesen und wurden vom KomZ in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ämtern für Brand- und Katastrophenschutz erarbeitet, bzw. ihre Zusammenstellung aus den jeweiligen Landkreisen festgelegt. Es wurde auf das reagiert, was die BW angefordert hat.

Im Allgemeinen hat sich die Lage auf dem WTD und im LK Emsland stabilisiert. Heute Abend werden wir euch über die eingesetzten Kräfte und den Verlauf vor Ort informieren.

Stay tuned!

Feuerwehrfahrzeuge vor Rettungswache; Foto: Bundeswehr

#Moorbrand im #Emsland

24.09.2018

Seit dem 03. September 2018 brennt das Moor auf dem Militärgelände der WTD 91 in Meppen. Der Brand wurde in der letzten Woche begleitet von einer massiven Rauchentwicklung. Der Brand erstreckt sich zurzeit nur auf dem militärisch genutzten Gebiet. Dementsprechend gestalten sich die Löscharbeiten schwierig. Zu Beginn des Brandes sind nur Kräfte der Bundeswehr eingesetzt worden. Aufgrund der Ausbreitung hat die Bundeswehr dann entschieden, öffentliche Feuerwehren zur Brandbekämpfung im Wege der Amtshilfe dazu zu holen.

Moorbrand WTD 91; Foto: Bundeswehr

Katastrophenfall

Am 21.09.2018 hat der Landkreis Emsland um 9:40 Uhr den Katastrophenfall ausgerufen. Der Landkreis Emsland hat sich dazu entschieden, weil aufkommender Wind das Feuer anzufachen und in Richtung von bewohnten Ortschaften außerhalb des Bundeswehrgeländes zu treiben drohte.

Durch die Feststellung des Katastrophenfalles können für die Gefahrenabwehr des Moorbrands in Meppen nun auch Hilfskräfte aus ganz Niedersachsen unter der einheitlichen Leitung des Landkreises unterstützend tätig werden. Um diesen zu koordinieren ist der Stab des Kompetenzzentrums Großschadenlagen beim Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport einberufen worden. Die Mitarbeiter des Stabs verschaffen sich einen Überblick über die Lage und koordinieren den Einsatz. Mitarbeiter mit feuerwehrtechnischer Qualifikation des Landes sind vor Ort, um die Stäbe der Bundeswehr und des Landkreises zu beraten, zu unterstützen und die Kommunikation zu verbessern.

Stab im Einsatz

In diese Stabsarbeit ist das gesamte Ja-zur-Feuerwehr-Team seit etwa zwei Wochen eingebunden. Der Stab arbeitet in 24-Stunden-Schichten. Organisation und Koordination der Maßnahmen an der Einsatzstelle haben Vorrang vor der facebook-Berichterstattung. Daher konntet Ihr hier bisher nichts lesen.