Feuer im Kuhstall: Die Freiwillige Feuerwehr in Coppenbrügge ist zur Stelle

Gute Nachbarschaft kann Leben retten. Der engagierte Einsatz des Nachbarn und der Freiwilligen Feuerwehr Coppenbrügge verhinderte bei einem Feuer im Kuhstall Schlimmeres… Was genau passiert ist und wie die Helfer es geschafft haben, eine Katastrophe zu verhindern, seht ihr in der folgenden Reportage. Viel Spaß!

Stefan Leinenweber war gerade zu Hause und wollte sich in seiner Küche einen Kaffee kochen. Von seinem Küchenfenster aus sieht das passive Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Coppenbrügge den benachbarten Milchviehbetrieb. Plötzlich bemerkte Stefan, dass es zwischen dem Betrieb und dem Nachbargebäude gequalmt hat. „Wir wussten, dass hinter dem Milchviehbetrieb, also zwischen den Gebäuden, ein Strohlager ist, in dem Strohrundballen lagern. Da hat man natürlich ein bisschen Panik bekommen. Schließlich ist man mit Kühen groß geworden und weiß, dass es schnell gefährlich werden kann, wenn es in der Landwirtschaft brennt, denn meist sind dort Stroh und Heu gelagert. Das ist eine brisante Sache“, sagt Stefan. Schnell rannte er zum Ort des Geschehens, nebenbei hatte sein Vater die Feuerwehr alarmiert.

Ortskenntnis der Feuerwehr spart wertvolle Zeit

Thomas Küllich von der Freiwilligen Feuerwehr Coppenbrügge weiß, wie wichtig es ist, einen Brand frühzeitig zu erkennen. Dass Stefan Leinweber so aufmerksam war und schnell bemerkt hat, dass die zehn Rundballen angefangen haben zu brennen, war ein großer Vorteil. Denn je kleiner ein Feuer ist und so früh als möglich es die Feuerwehr bekämpfen kann, so gering ist auch der Schaden, den es anrichtet.

„Stefan und sein Vater haben frühzeitig mit den Löschmaßnahmen begonnen und umgehend den Notruf abgesetzt. Sie hatten Ortskenntnis zu diesem Bauernhof und so konnte unsere Ortsfeuerwehr die anrückenden Kräfte einweisen und direkt zum Brandort schicken“, sagt Thomas Küllich.

Besonders von Vorteil war es, dass Stefan und sein Vater wussten, wo sich das Feuer befand – und dass es eigentlich nur einen Weg zu diesem Kuhstall gibt. Er führt von vorne über den Hof. Durch das kleine Tor hätte das Feuerwehrfahrzeug aber vermutlich nicht gepasst. Deshalb ist Stefans Vater direkt runter zur Straße gelaufen und hat die Feuerwehr eingewiesen, sie vorbei an dem Betrieb gelotst und ihnen einen Weg zwischen den Nebengebäuden gezeigt, den sie nutzen konnten und wo sie auch direkten Zugang zu einem Hydranten hatten.

Rettergeschichte: Feuer im Kuhstall; Foto: JzF-Video

Freiwillige Feuerwehr in Coppenbrügge verhindert Stallbrand

Hier galt: Schnelligkeit ist das A & O. Thomas Küllich von der Feuerwehr weiß: „Jedes auch eigentlich so harmlose Strohfeuer, das zu nah an einem Gebäude ist, kann sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Wohnhausbrand, Bauernhofbrand, Scheunenbrand oder dergleichen entwickeln. Deswegen ist natürlich die Eintreffzeit der Wehr und die Eingreifzeit so kurz wie möglich zu halten.“

Nicht einmal zehn Minuten hat es gedauert, bis die Kameraden aus Coppenbrügge vor Ort waren. Stefan Leinenweber war beeindruckt, dass „die Jungs sehr, sehr flott da waren“, sagt er. Auch, weil sie alle im Ehrenamt tätig sind und tagsüber einem Hauptberuf nachgehen. Dass die Arbeitgeber solche Einsätze ermöglichen, findet er sehr lobenswert. Und wichtig, denn „gerade hier auf den Dörfern – ebenso wie in der Stadt – sind wir alle, egal ob Groß oder Klein, auf die Feuerwehr angewiesen.“ Für ihn sei es deshalb eine Pflicht, die Feuerwehr zu unterstützen; ganz gleich ob als aktives Mitglied oder durch finanzielle Hilfeleistung. Schließlich müssen Ausrüstung und vieles mehr finanziert werden. Für Stefan ist dies einer von vielen Gründen, bei der Feuerwehr mitzumachen.

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