EINSATZ: Wasserrettung Wümme

EINSATZ: Wasserrettung Wümme

Über den Notruf wurde gemeldet, dass sich in der Wümme im Bereich Truperdeich kurz hinter dem Borgfelder Landhaus zwei Personen befanden und relativ schnell abgetrieben wurden.
Zu diesem Zeitpunkt herrschte sehr regnerisches Wetter mit relativ kurzen Sichtweiten und außerdem ablaufendes Wasser mit recht hoher Strömungsgeschwindigkeit.

Die Leitstelle Bremerhaven löste daraufhin gemäß dem Stichwort “Wasserrettung” Alarm für uns, den Rettungsdienst mit diversen Kräften (darunter Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst), die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Bremen und die Freiwillige Feuerwehr Lehesterdeich aus.

Die ersten eintreffenden Kräfte stellten rasch fest, dass sich im angegebenen Bereich keine Personen mehr befanden. Daher wurde die Alarmstufe erhöht, um mit mehr Booten einen größeren Bereich der Wümme absuchen zu können, denn viele Bereiche der Wümme sind von Land aus nicht einzusehen und auch nur sehr schwer oder gar nicht begehbar.
Daher wurden die Ortsfeuerwehren St. Jürgen und Ritterhude, die DLRG und ein Hubschrauber nachgefordert. Da sämtliche Bremer Hubschrauber nicht verfügbar waren, wurde Christoph 26 aus Sanderbusch hinzugezogen, der zwar einen etwas längeren Anflug hatte, aber für den Fall der Fälle auch über eine Winde verfügt.
Außerdem halfen Anwohner mit, siehe dazu den letzten Absatz.

Die Wümme wurde unter der Berücksichtigung von Strömungstabellen und der verfügbaren Kräfte, vor allem Boote, in Einsatzabschnitte unterteilt und systematisch abgesucht, jedoch insgesamt ohne Ergebnis.

Parallel stattfindende polizeiliche Ermittlungen führten schließlich zu zwei Personen, die tatsächlich in der Wümme geschwommen waren, sich jedoch nie in einer Notlage befanden und vom Rettungseinsatz auch nichts mitbekommen hatten, da sie mittlerweile gesund und munter zu Hause waren.

Daher konnten nach fast zwei Stunden alle Einsatzkräfte mit dem schönen Gefühl entlassen werden, dass niemandem etwas passiert und kein Leid zu beklagen ist.
Gleichzeitig diente dieser nicht alltägliche Einsatz dazu, die Abläufe bei solch einem seltenen Stichwort hier und da noch verbessern zu können.

Zum Abschluss möchten wir uns ganz, ganz herzlich bei den Anwohnern des Truperdeichs bedanken, die uns mit Rat und an einigen Stellen auch mit Tat zur Seite standen, indem sie selbstlos sofort eigene Boote für die Suche zur Verfügung stellten und daran teilnahmen.

Lilienthal hält nicht nur bei Corona zusammen!!

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