EINSATZ: Ölunfall

EINSATZ: Ölunfall

Durch einen technischen Defekt war ein großer Öltank in der Garage eines Einfamnilienhauses leckgeschlagen. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand die Garage vollflächig ca. 3 cm voller Heizöl. Das Öl drohte auf Höhe des Garagentores in den Garten zu laufen. Das Öl hatte bereits die Wände durch den Kapillareffekt ca. 15 cm hoch durchfeuchtet und war bereits an der verblendeten Außenwand sichtbar. Im Heizungsraum und in der Küche konnten bereits ebenfalls Durchfeuchtungen erkannt werden.

Da zunächst unklar war, worin die Ursache für den Ölaustritt bestand, wurde ein Trupp unter Körperschutzform 2 und Filtergerät zur Erkundung und Leckagesuche eingesetzt. Parallel wurde mit Bindemittel ein drohender Austritt von Öl am Garagentor gestoppt. Nach eingehender Suche konnte tatsächlich eine Leckstelle am Kunststofftank erkannt werden.
Der Tank war zu dem Zeitpunkt zu ca. 2/3 gefüllt und es war klar, dass das verbleibende Öl abgepumpt werden muss. Jedoch konnte durch den vorgehenden Trupp nur noch ein minimales Tropfen erkannt werden. Deswegen entschied der Einsatzleiter unterhalb der Leckstelle (ca. 60 cm über Boden) eine ausreichende Menge Bindemittel zum Auffangen einzubringen, so dass die Situation bis zur Übernahme durch eine Fachfirma am nächsten Tag stabilisiert war.
Weiterhin wurde die Garage ausgeräumt und die kontaminierten Gegenstände und Möbel auf einer Folie zwischengelagert, damit das ausgetretene Heizöl auf dem Boden der Garage mittels Bindemittel aufgenommen werden konnte. Anschließend wurden die Gegenstände wieder in die Garage verbracht.
Alle weiteren Arbeiten müssen dann von einer Fachfirma vorgenommen werden.

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