Der heilige Florian und der 4. Mai – der Internationale Tag der Feuerwehr

Der 4. Mai ist vielen als der Internationale Tag der Feuerwehr bekannt. Aber warum wird dabei stets der Name „Florian“ oder „St. Florian“ genannt und warum taucht dieser Florian überhaupt immer wieder im Zusammenhang mit der Feuerwehr auf?

Über den heiligen Florian ranken sich verschiedene Legenden, gerade im Internet findet man mehrere Versionen, wieso er der Schutzpatron der Feuerwehr ist.

Belegt ist, dass Florian von Lorch ein römischer Beamter war, der zum christlichen Glauben übertrat, diesem Glauben trotz Folter nicht abschwören wollte und deshalb am 4. Mai 304 ertränkt wurde.

Laut Legende war er zum Tode verurteilt worden und sollte eigentlich bei lebendigem Leibe verbrannt werden. Doch nachdem er gesagt hatte, er würde auf den Flammen in den Himmel steigen, scheute man sich, ihn zu verbrennen und so wurde er stattdessen in einem Fluss ertränkt. Zu Lebzeiten soll er zudem Offizier der römischen Armee und Oberbefehlshaber einer Feuerbekämpfungseinheit gewesen sein, was noch mehr Bezug zu Feuer und Wasser und somit auch zur Feuerwehr herstellt.

Wegen seines Märtyrertodes wird er von der katholischen und der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt, und aufgrund seiner Geschichte lag es nahe, ihn zum Schutzheiligen gegen die Feuergefahr zu machen und ihn zum Schutzpatron der Feuerwehr zu erklären. Sein Namens- und Gedenktag ist der 4. Mai, also sein Todestag.

Anlässlich eines tragischen Ereignisses in Australien, bei dem in einem Buschbrand 5 Feuerwehrmänner getötet wurden, wurde der Tag des heiligen Florian 1999 durch die Initiative einer Feuerwehrfrau zum Internationalen Tag der Feuerwehrleute umgewidmet. An diesem Tag stehen das Gedenken und der Dank an alle Feuerwehrleute für ihren Einsatz im Vordergrund.