Arbeitgeber sagen Ja zur Feuerwehr

Für die öffentliche Sicherheit ist es extrem wichtig, dass Feuerwehrleute zu jeder Tageszeit zum Einsatzort fahren können – auch während der Arbeitszeit. Boris Rodewald ist ein Arbeitgeber, für den das kein Problem ist. Und das, obwohl mehr als die Hälfte seiner Mitarbeiter aktive Feuerwehrleute sind.

Warum er die Feuerwehrarbeit tatkräftig unterstützt, seht Ihr in der folgenden Reportage. Viel Spaß!

Die Arbeit einfach liegenlassen? Kein Problem!

Boris Rodewald ist Inhaber einer Baustofffirma. Auf seine 20 Mitarbeiter kann er sich jederzeit verlassen. Doch es gibt Tage, da lassen manche ihre Arbeit einfach liegen und verlassen schlagartig den Arbeitsplatz. Denn: Mehr als die Hälfte der Angestellten in seinem Betrieb sind aktive Feuerwehrleute. Sie engagieren sich in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde – und da kann es natürlich auch einmal vorkommen, dass sie während ihrer Arbeitszeit zu einem Einsatz ausrücken müssen.

Zwar gibt es in Niedersachsen rund 2.400 Einsatzkräfte, die hauptberuflich in der Berufsfeuerwehr tätig sind – das ist aber viel zu wenig, um das zweitgrößte Bundesland mit fast acht Millionen Einwohnern ausreichend zu schützen. Deshalb engagieren sich noch rund 125.000 Männer und Frauen in einer Freiwilligen Feuerwehr. Im „normalen Leben“ sind sie Maler, Kfz-Mechatroniker, Bademeister, Verkäuferinnen oder arbeiten im Büro… und wenn der Pieper losgeht, dann verwandeln sie sich im Handumdrehen in wahre Helden des Alltags. Das passiert manchmal eben auch mitten am Tag und somit während der Arbeitszeit.

Für Boris Rodewald ist das gar kein Problem. „Es ist eigentlich selbstverständlich“, sagt er. Weil lange nicht jeder die Möglichkeit hat, während der Arbeitszeit an einem Einsatz teilzunehmen, unterstützt der Inhaber einer Baustofffirma dieses Engagement. „Ich sehe es als Vorteil an, Feuerwehrleute zu beschäftigen, da Feuerwehrleute sehr zuverlässig und pflichtbewusst sind“, weiß er die Vorzüge seiner engagierten Mitarbeiter zu benennen.

Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit

Für die öffentliche Sicherheit ist es extrem wichtig, dass Feuerwehrleute zu jeder Tages- und auch Nachtzeit zu einem Einsatz ausrücken können. Doch leider hat nicht jeder Arbeitgeber Verständnis dafür. Das weiß auch Mario Seidel, Berufskraftfahrer und Oberfeuerwehrmann: „Manche haben da Schwierigkeiten. Da sagen die Arbeitgeber, sie dürfen es nicht, weil sie beispielsweise an der Kasse arbeiten müssen“, nennt er ein Beispiel.

Feuerwehrleute haben keine Nachteile im Beruf

Dass die Feuerwehren für die Kommunen und ihre Einwohner eine sehr wichtige Bedeutung haben, das ist auch dem Gesetzgeber bewusst. Deshalb wurde festgelegt, dass Kameradinnen und Kameraden, die zu einem Einsatz ausrücken müssen, keine Nachteile in ihrem „normalen“ Beruf haben. Arbeitgeber sind gesetzlich sogar dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter für Einsätze freizustellen. Und was viele von ihnen nicht wissen: Die Gemeinde zahlt sogar einen Lohnkostenersatz für Mitarbeiter, die ihre Arbeit wegen eines Einsatzes unterbrechen müssen.

Auch Boris Rodewald weiß: „Erfahrungsgemäß dauert kein Einsatz länger als eine beziehungsweise eineinhalb Stunden, dann sind die Leute wieder da. Wenn Großlagen sind, muss man sich kurzfristig darauf einstellen, um diese Zeit zu überbrücken oder die Tätigkeiten zu verschieben.“ Solch verständnisvolle Arbeitgeber wie Rodewald braucht es viel mehr, nicht nur in Niedersachsen, sondern in ganz Deutschland.

Engagement und Toleranz von Arbeitgebern werden belohnt

Der Landesfeuerwehrverband weiß solch eine tolerante Einstellung sehr zu schätzen. Arbeitgeber wie Boris Rodewald werden deshalb auch mit einer besonderen, streng limitierten Auszeichnung geehrt. „Dieser Betrieb wurde durch den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen und den Landesfeuerwehrverband Niedersachsen e.V. als Partner und Förderer der Feuerwehr ausgezeichnet“, beschreibt eine Ehrenplakette die Honoration. Nur 22 Betriebe erhalten solch eine Würdigung pro Jahr. Da kann man zu Recht stolz sein!

Arbeitgeber unterstützen die Freiwillige Feuerwehr und sagen Ja zur Feuerwehr; Bild: JzF-Video

Mach mit bei den Freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen!

In Niedersachsen engagieren sich 125.000 Männer und Frauen in 400 Gemeinden in der Freiwilligen Wehr. Auch Du kannst mitmachen, so wie die Mitarbeiter in der Firma von Boris Rodewald und viele andere Engagierte. Werde zum Held des Alltags, rette Menschenleben, bemühe Dich um den Umweltschutz und setze Dich für die Nachwuchsförderung ein. Möchtest Du mehr erfahren und eine Freiwillige Feuerwehr in deiner Nähe finden? Auf unserer Seite kannst Du Dich direkt erkundigen und aktiv werden. Leg jetzt los!