Feuerwehr-Kleidung

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Die Feuerwehrkleidung ist wichtigster Bestandteil der Ausrüstung und muss dabei viele Aufgaben erfüllen: Sie soll angenehm zu tragen sein, hohe Funktionalität bieten und bei Dunkelheit gesehen werden. Dabei steht der Schutz des Trägers im Vordergrund. Unter extremen Einsatzbedingungen müssen sich Feuerwehrleute auf ihre persönliche Schutzausrüstung (PSA) verlassen können.

Feuerwehrhelm – Tradition und High-Tech

Der Feuerwehrhelm schützt beim Einsatz vor Hitze und herabfallenden Gegenständen.

Im Einsatz tragen Feuerwehrleute traditionell Helme, die einen Nackenschutz aus Leder haben. Seit einiger Zeit gibt es auch Helme aus High-Tech-Material.

Die Schutzkleidung soll sowohl die Hitze von außen abhalten als auch den Körper wärmen. Durch fluoreszierende Streifen ist sie am Brandort mit schlechter Sicht und bei Dunkelheit gut erkennbar. Signalfarbe und Beschriftung stellen sicher, dass Feuerwehrleute eindeutig erkannt werden. Die Farbe der Einsatzkleidung ist dabei nicht festgelegt.

Schutzkleidung in vielen Farben

Signalfarbe und Beschriftung stellen sicher, dass Feuerwehrleute eindeutig erkannt werden.

Im Einsatz ist Kleidung in Orange, Dunkelblau, und zunehmend in Sandfarben zu sehen. Die High-Tech-Anzüge bestehen aus drei Schichten. Die äußere Schicht aus Armidfaser ist nicht brennbar. Darunter befindet sich eine Luftpolsterschicht. Die unterste Schicht des Anzugs leitet die Feuchtigkeit nach außen.

Die Stiefel sind feuerfest und mit Stahlkappen ausgestattet. Wichtig ist, dass die Hose über den Stiefeln getragen wird, damit keine Flüssigkeiten in die Stiefel fließen oder Gegenstände hineinfallen können.

Zum Schutz der Hände tragen die Feuerwehrleute Handschuhe aus robustem Material. So werden die Hände vor Hitze und Schnittwunden geschützt.

Atemschutz und Pressluft

Atemschutzmasken schützen die Feuerwehrleute beim Einsatz vor giftigen Dämpfen und Rauch.

Feuerwehrleute, die in einen Brand hinein gehen, tragen eine Atemschutzmaske und sind mit Pressluftatmer ausgerüstet. 1600 Liter Pressluft reichen für 20 bis 50 Minuten.

Wenn der Vorrat fast verbraucht ist, ertönt ein Warnsignal. Diese Feuerwehrleute werden Atemschutzgeräteträger genannt.

Zum Schutz der Feuerwehrleute im Einsatz gibt es den so genannten Bewegungslosmelder, der jedoch nicht verpflichtend getragen werden muss. Sobald die Feuerwehrleute sich längere Zeit nicht bewegen, löst der Warner einen Piepton aus.