Brandeinsatz

Feuerwehrmänner beim Brandeinsatz auf der Drehleiter. Foto: Archiv

Klein-, Mittel- und Großbrände
Warum es brennt
Feuerwehrschläuche
Schläuche von A bis D
Woher kommt das Löschwasser?
Feueralarm
Brandmeldeanlage
Innenangriff

Klein-, Mittel- und Großbrände
Die Fachleute unterscheiden die Brände in Klein-, Mittel- und Großbrände. Ein brennendes Kraftfahrzeug oder eine brennende Mülltonne entsprechen einem Kleinbrand. Ein Mittelbrand wird gelöscht, wenn es sich um ein brennendes Zimmer, mehrere brennende PKW, einen LKW oder einen kleineren Waldbrand handelt. Ein brennender Tankzug, der Brand einer Industrieanlage oder eines Bauernhofs sind ebenso Großbrände wie ein großer Waldbrand.

Warum es brennt
Um zu verstehen, wie das Feuer gestoppt wird, hier eine kurze Erklärung, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit es überhaupt brennt.

  1. Sauerstoff ist vorhanden
  2. die Startwärme ist hoch genug
  3. es existiert ein brennbarer Stoff

zudem müssen diese Bedingungen im richtigen Mengenverhältnis vorliegen. Sofern diese passen, entsteht ein Brand.
Gestoppt wird das Feuer, indem eine der Komponenten entzogen wird, zum Beispiel indem die weitere Sauerstoffzufuhr mit einer Decke verhindert wird.
Der brennbare Stoff wird entfernt, indem das brennende Sofa aus der Wohnung entfernt wird.
Das Löschen mit Wasser hat zum Ziel die Temperatur zu reduzieren.

Feuerwehrschläuche
Fast 96 Prozent aller Brände löscht die Feuerwehr mit Wasser. Um das Wasser ins Feuer spritzen zu können, benötigt die Feuerwehr Schläuche. In den größeren Schläuchen, sogenannten B-Schläuchen, wird das Wasser aus einem Hydranten, einem Löschwasserbehälter, einem Fluss oder See oder einem Brunnen bis zum Verteiler transportiert. Hier schließen die vorgehenden Trupps ihre kleineren C-Schläuche an. Diese sind leichter und flexibler, um mit ihnen am Feuer mobiler zu sein.

Schläuche von A bis F
Für besondere Einsätze gibt es noch weitere Schläuche. So finden in der Waldbrandbekämpfung die kleinen D-Schläuche Verwendung, während bei der Wasserförderung auch die sehr großen A- und F-Schläuche benutzt werden.

Woher kommt das Löschwasser?
Da die Feuerwehr nicht überall auf Hydranten zurückgreifen kann, die vom Wasserwerk mit Wasser versorgt werden, braucht sie andere Möglichkeiten der Versorgung. Hierzu kommen Löschwasserbehälter, Brunnen oder Gewässer zum Einsatz. Die Feuerwehr kann aus Teichen, Seen, Flüssen oder im Notfall auch Schwimmbädern Wasser entnehmen. Dazu werden die sogenannten Saugschläuche benötigt.

Feueralarm
Wenn der Feuerwehr über den europaweiten Notruf 112 ein Feuer gemeldet wird, alarmiert ein Mitarbeiter in der Leitstelle die zuständigen Kräfte mit einem Alarmstichwort, so wissen die Einsatzkräfte sofort, womit sie vor Ort rechnen müssen. Die Stichworte B1, B2, B3 entsprechen dabei einem Klein-, Mittel- und Großbrand.

Brandmeldeanlage
Viele Feuer werden der Leitstelle nicht von aufmerksamen Bürgern, sondern durch eine automatische Brandmeldeanlage (BMA)gemeldet. Diese Anlagen überwachen große Objekte, wie Schulen, Krankenhäuser, Einkaufszentren und sorgen im Falle eines Feuers für eine sofortige Alarmierung der Feuerwehr und Warnung der Menschen in den Gebäuden.

Innenangriff
Die Feuerwehr erkundet vor Ort zunächst die Lage, um genau zu wissen, welche Gefahren vorliegen und wo zuerst Hilfe benötigt wird. Vorrangig werden die Menschen gerettet, die sich im Gefahrenbereich befinden. Erst danach beginnt die eigentliche Brandbekämpfung. Wenn es in einem Gebäude brennt, versuchen die Feuerwehrleute so schnell wie möglich an den Brandherd zu gelangen, da so eine optimale Brandbekämpfung gewährleistet ist. Dieses Vorgehen nennen die Feuerwehrleute Innenangriff.

Ist der Innenangriff zu gefährlich, weil Einsturzgefahr besteht oder die Temperaturen im Inneren des Gebäudes zu hoch sind, wird versucht, das Feuer von außen zu löschen.